Fit ab 50 – „Sportlich zur Sportschule der Bundeswehr“

Die Sportschule der Bundeswehr in Warendorf war das Ziel der Radgruppe Fit ab 50. Bei Sonnenschein freuten sich die Verantwortlichen, Günter Hein und Norbert Seidel, der diese Halbtagestour zur Besichtigung der Sportschule geplant und organisiert hatte, wieder 33 Radlerinnen und Radler, darunter zwei neue Gesichter, begrüßen zu können. Über Müssingen und dem alten Münsterweg ging es direkt zur Sportschule der Bundeswehr in Warendorf. Der Kommandeur der Sportschule der Bundeswehr, Oberst Bernd Grygiel begrüßte die Gruppe zunächst im Vortragssaal „Fontainebleau“  und gab einen umfassenden Überblick über die Geschichte, die Gegenwart und die Aufgaben der Sportschule, aber auch über seine persönliche Verwendung bei der Bundeswehr, die Ende dieses Jahres endet.

Die Geschichte der heutigen Bundeswehr-Liegenschaft geht bis in das Jahr 1936 mit dem Baubeginn der Remonte-Kaserne als „Wehrkreis Reit- und Fahrschule IV“ zurück. Nach Beendigung des Krieges wurde die Kasernenanlage zivil genutzt, unter anderem als Landesfeuerwehrschule, Kreiskrankenhaus, Deutsche Landmaschinenschule (DEULA) und Deutsches Olympiakomitee für Reiterei (DOKR). Seit 1959 wird diese Kaserne wieder von der Bundeswehr genutzt. Zunächst waren hier verschiedene Truppenteile stationiert, bis 1969 die Entscheidung fiel, dass die Sportschule der Bundeswehr, die zunächst 1957 in Sonthofen (Bayern) ansässig war, nach Warendorf kommt.

Kernauftrag der Sportschule mit ihrer Nebenstelle Sonthofen ist die Aus-, Fort- und Weiterbildung von Sportausbildern für die Bundeswehr sowie Förderung des Spitzensports durch Sportfördergruppen. In Warendorf ist insbesondere für die Reiterei, für das Schwimmen, DLRG, Flossenschwimmen und Handball. Seit 2011 ist eine neue, sehr wichtige Aufgabe hinzugekommen:  die Sporttherapie nach Einsatzschädigung. Gemeinsam mit dem Zentrum für Sportmedizin der Bundeswehr, das ebenfalls auf dem Gelände der Sportschule angesiedelt ist, werden Soldatinnen und Soldaten, bei denen eine Einschränkung der körperlichen Leistungsfähigkeit infolge von Einsatzschädigung vorliegt, therapiert. Ziel ist es, sie wieder fit für den Alltag und Dienst zu machen und mit Mitteln des Sports ihre körperlichen, psychischen und sozialen Funktionen zu regenerieren.

Bei einem anschließenden Rundgang konnten die hervorragenden Sportanlagen besichtigt werden. Die nächsten „Fit ab 50 – Veranstaltungen“ sind dem Flyer dem Internet unter www.fit-ab-50-everswinkel.de entnehmen.